Im Schatten der FIAC haben sich weitere Messen organisiert. Für mich ist SLICK die beste unter ihnen. Während SHOW OFF eine Art Mini- FIAC war, wie eine Neugruppierung vom Grand Palais Abgelehnter; und DIVA im Kube Hôtel war zu ungeordnet und man konnte nicht genügend Abstand nehmen vor den Oeuvres. Nach meinem Geschmack entkam allein die Vorstellung von Jeff Manzetti mit seinem surrealistischen Wahlbüro diesem Los (vertreten von der Galerie13 Sévigné).
SLICK atmete die Jugend. Die gegenwärtigen Galerien waren eben so jung wie sämtliche Künstler. Es gab von allem zu sehen: Photographie, Skulpturen, Video, Editionen und Performances. Leider haben sich an diesem Montag, den 30. Oktober 2006 um 18 Uhr die Türen der Bellevilloise geschlossen, um die erste Organisation dieser Off-Messe zu schließen.
Christoph Broich macht Aufsehen auf der ersten Etage der Bellevilloise. Die amerikanische Galerie Envoy hat ihm all ihren Raum gewidmet, und das ist gut gelungen. Eine Latexskulptur ist an der Decke mit Bindfäden aufgehangen
(«The girl who sold her soul to the devil and won »). Befremdendes Gefühl, wenn man sich Nase an Nase mit diesem "Monster" wiederfindet. Ein Mädchen scheint andere Personen zu "reiten". Die Figuren haben sich mit Stofflappen von Seide vermischt. Das Mädchen, das seine Seele an den Teufel verkauft hat und das gewonnen hat, wühlt durch seine fantomartige Erscheinung auf - seine ausdruckslosen Augen lassen einem die Kälte den Rücken herunterlaufen. Christoph Broich, 1966 geboren, ist ausserdem Designer, aber diese Werke aus Latex sind am frappantesten. Sie suchen die Geister heim, und ich hoffe, daß sie ihre Spuren hinterlassen werden. Weiter zu verfolgen also, diesen Künstler der New Yorker Galerie.